Wer das Büro zuletzt verlässt, beweist Stärke? Nur, wer auch am Wochenende erreichbar ist, leistet etwas für das Unternehmen? Wer wirklich für den Job brennt, arbeitet auch in der Freizeit? Weit gefehlt! Eine gute Life-Balance ist nicht nur für die persönliche Zufriedenheit von zentraler Bedeutung, sondern auch für den Erhalt der eigenen Arbeitskraft. Erreichen lässt sich diese Work-Life-Balance durch ein gutes Stressmanagement. Wesentlich dafür ist, dass das Stressmanagement den Umgang mit den eigenen Ressourcen lehrt, individuelle Stressoren erkennbar werden lässt und letztlich Strategien der Bewältigung vermittelt. Es verbindet Methoden des Zeitmanagements mit einer Reflexion der eigenen Arbeits- und Lebensweise und hilft damit dabei, durch Priorisierung, Organisation und Neubewertung zu einer besseren (Work-)Life-Balance zu gelangen.

Stressmanagement: Umgang mit Ressourcen und Zielen

Unter dem Begriff des Stressmanagements werden alle Methoden und Aktivitäten zusammengefasst, die der konstruktiven Bewältigung von Stressoren dienen. Das Stressempfinden ist dabei dem Stressmodell nach Lazarus zufolge subjektiv – was auch für die Bewältigung gilt. Pauschal festhalten lässt sich jedoch, dass ein erfolgreiches Stressmanagement Ressourcen, Stressoren und Ziele fest im Blick behält und eine möglichst gute Balance zwischen diesen Faktoren anstrebt.

Ein gelungenes Stressmanagement sorgt damit dafür, dass bei größtmöglicher Ressourcenschonung ohne völlige Vermeidung herausfordernder Situationen alle wichtigen Ziele zufriedenstellend erreicht werden können. Wie genau sich das im individuellen Fall umsetzen lässt, wird idealerweise im Rahmen eines Coachings ermittelt. Hier lassen sich darüber hinaus unterschiedlichste Methoden der Stressbewältigung erlernen und für den (beruflichen) Alltag nutzbar machen.

Neben reinen Bewältigungsmethoden, die etwa auf den Auf- und Ausbau von Resilienz zielen, steht dabei die grundlegende Bearbeitung des Stressproblems im Vordergrund: Wie kann ich effektiver priorisieren, Arbeiten delegieren und Strukturen etablieren, in denen übermäßiger Stress gar nicht erst entsteht? Das Stressmanagement ist daher eng verwandt mit dem Zeitmanagement. Tatsächlich lassen die verschiedenen Methoden sich in der Praxis kaum eindeutig voneinander trennen. Wer an seinem Stressmanagement arbeitet, arbeitet damit auch immer an seinem Zeitmanagement – und umgekehrt.

Vom Stressmanagement zur Work-Life-Balance

Von dort ist es nur noch ein kleiner Schritt zur gelungenen Work-Life-Balance. Wer seine Aufgaben kennt, sie priorisieren und die zur Verfügung stehende Zeit klug einteilen kann, vermeidet Überstunden und Überforderung. Hinzu kommt, dass viele zeitraubende Aufgaben bei gutem Zeit-, Stress- und Selbstmanagement schlicht wegfallen: Der zur Erledigung nötige Aufwand steht in keinem guten Verhältnis zum Nutzen. Insgesamt entsteht so ein entspannteres Arbeitsklima, das die Motivation fördert und die Leistungsfähigkeit erhält. Besonders für Führungskräfte ist das von zentraler Bedeutung: Um erfolgreich zu sein, müssen sie koordinieren, delegieren und priorisieren können. Ferner fungieren sie als Vorbilder für ganze Teams.

Eine gute Work-Life-Balance ist ferner ein wesentlicher Gesundheitsfaktor: Sie schützt vor zahlreichen psychischen wie körperlichen Erkrankungen und ist damit nicht nur aus individueller, sondern auch aus Unternehmensperspektive ein attraktives Ziel. Das gilt umso mehr vor dem Hintergrund des neuen Psychreport 2022, der aufzeigt, dass der Arbeitsausfall aufgrund psychischer Erkrankungen erneut drastisch angestiegen ist. Psychische Erkrankungen zählen damit zu den größten Risikofaktoren nicht nur für die gesamte Volkswirtschaft, sondern auch für das einzelne Unternehmen. Wer hier präventiv eingreift, agiert entsprechend weitsichtig und sowohl im Interesse der Mitarbeitenden als auch des Unternehmens.

Ein Patentrezept für eine gelungene Work-Life-Balance stellt ein gutes Stressmanagement alleine jedoch nicht dar. Hierfür sind weitere Bemühungen um das Personal des Unternehmens nötig. Zentral sind hierbei etwa das Beheben von Konflikten und Selbstmanagementkompetenzen.

Mit Stressmanagementkursen zum Ziel

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